
Der Teich im Retiro-Park in Madrid ist einer der symbolträchtigsten Orte für Einwohner und Besucher. Viele genießen dort eine Bootsfahrt und haben schon oft beobachtet, was sich unter seinem dunklen Wasser verbirgt. Bei einer der aufwendigsten Reinigungsaktionen im Oktober 2001 machten Mitarbeiter des Rathauses eine wichtige Entdeckung im Zusammenhang mit langlebiger Fisch auf dem Grund des Teiches.
Während dieser Entleerung wurden neben den üblichen verlorenen Gegenständen und städtischen Überresten etwa 8.000 Peces die dort jahrelang gelebt hatten. Zu den geretteten Exemplaren gehörten vor allem Karpfen, Welse und Sonnenbarsche sowie einige Schildkröten- und Krabbenarten. Die meisten dieser Tiere fielen durch ihr hohes Alter und ihr mangelndes Fortpflanzungspotenzial auf, was die Aufmerksamkeit der zuständigen Techniker erregte.
Der Fall Margarita, der langlebigste Karpfen
Unter allen gefundenen Fischen stach einer hervor großes Zelt, liebevoll „Margarita“ genannt. Dieses Exemplar wog rund 12 Kilo und war über einen Meter lang. Sein langsames Schwimmen und seine imposante Präsenz machten es laut Zeugenaussagen zu einer wahren Legende des Teiches. Manche verglichen es mit Fabelwesen und nannten es aufgrund seiner Größe und der Überraschung, die seine Entdeckung auslöste, die „Nessi“ von Madrid.
Die Langlebigkeit dieser Karpfen erklärt sich unter anderem durch ihre Anpassungsfähigkeit und ihr friedliches Verhalten. Im Fall von „Margarita“ betonten Experten, dass es ihr im Teich an natürlichen Fressfeinden mangelte, was ihre lange Lebensdauer begünstigte.
Die Zukunft des Teiches und seiner Fauna
Der Teich soll wieder in leer im Jahr 2027 um verschiedene Wartungsarbeiten durchzuführen. Im Rahmen dieser bevorstehenden Maßnahme plant die Stadtverwaltung, die Abdichtungs- und Wasseraufbereitungssysteme zu verbessern und so den Schutz der Umwelt und der darin lebenden Tiere zu gewährleisten.
Es wird erwartet, dass die Wildtiere des Teichs, wie bei früheren Sanierungsmaßnahmen, vorübergehend umgesiedelt werden, um ihr Wohlergehen zu gewährleisten, bis sie in ihren gewohnten Lebensraum zurückkehren können. Der Prozess wird auch feststellen, ob die derzeitigen Bewohner noch langlebiger Fisch die es geschafft haben, Jahrzehnte zu überleben und die Geschichte des „Margarita“-Karpfens und anderer bemerkenswerter Exemplare zu wiederholen.
Die regelmäßige Pflege des Teichs ist nicht nur für die Erhaltung seiner Struktur unerlässlich, sondern dient auch dazu, die unter der Wasseroberfläche verborgenen Geheimnisse zu lüften, wie beispielsweise die überraschende Präsenz von Exemplaren, die vor den Augen der Einwohner und Touristen Madrids der Zeit trotzen.